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Stahlreste mit Hilfe von Magneten abtransportieren

Auf der Messe „Industrie“ in Frankreich war ein sogenannter Rutschförderer aufgebaut. Ein geschlossenes Transportband, das Stahlteile aufwärts befördert, ohne dass sich das Band bewegt. Das rief bei mir unverzüglich Fragen hervor. Diese stellte ich an Erik Nabben, Spezialist im Bereich Magnethandling.

 

Wann entscheiden Sie sich für eine offene und wann für eine geschlossene Magnettransportanlage?

Erik: „Die meisten Transportanlagen sind offene Systeme. Eine offene Magnettransportanlage besteht aus einem offenen Band mit offenen Rollen und Führungen plus Lagern und drehenden Teilen an der Außenseite. Die meisten Transportanlagen sind offene Systeme.

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Für eine Reihe von Anwendungen sind diese herkömmlichen, offenen Systeme perfekt, zum Beispiel für Produkte, die nicht aus Stahl bestehen. Aber in bestimmten Umgebungen können Sie auch ein sehr empfindliches Teil des gesamten Prozesses sein. Infolge von Stoßen oder Fallen kann das Band zum Beispiel beschädigt werden. Oder - und das ist noch wesentlich schwieriger zu kontrollieren - Schmutz und kleine Teilchen sammeln sich zwischen den Komponenten an und sorgen auf diese Weise für höheren Verschleiß.


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Geschlossene Magnetförderer oder Magnetrutschförderer haben dieses Problem praktisch nicht: Es gibt keine drehenden Teile, die außen montiert sind. Keines der möglicherweise empfindlichen Teile ist ungeschützt. Wir können die Systeme sogar problemlos für Tauchanwendungen in Öl- oder Spülbädern ausführen. Wir liefern etwa 20 % der Rutschförderer in dieser Ausführung.“
 

 

Für verschiedene Stahlbearbeitungsindustrien

Erik fährt fort: „Die Rutschförderer können in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt werden: Überall, wo Stahl oder Stahlblech bearbeitet wird, wie in Drehereien und Fräsbetrieben, aber auch bei Herstellern von Nägeln, Schrauben und Bolzen werden gerne geschlossene Förderer eingesetzt. Gerade weil diese Systeme vollständig in ein Öl- oder Kühlbad eingebaut werden können. Außerdem sind Rutschförderer relativ flach und können einfach in bestehende Anlagen integriert werden.“

Einige Beispiele wo diese zum Einsatz kommen, sind WEMO, Hersteller von Profiliermaschinen, SKF, bekannt für seine Kugellager - (auch als „NN - Netherlands“ bekannt) und Andritz (Prozess-Engineering).

 

MEHRERE LÖSUNGEN

Erik zufolge sind geschlossene Magnetrutschförderer oder Rutschförderer nicht die einzige Lösung für den Transport von Metallprodukten. Manchmal eignen sich andere Lösungen besser. Erik: „Es ist sinnlos einen Rutschförderer für Produkte einzusetzen, die gar nicht oder kaum magnetisch sind. Das ist dann auch die größte Einschränkung dieser Magnettechnologie.

Außerdem sind die Anschaffungskosten häufig höher. Demgegenüber steht, dass der Verschleiß, aufgrund des geschlossenen Systems, wesentlich geringer ist. Standardmäßige Rutschförderer verfügen in der Regel über ein glattes oder geriffeltes Edelstahlblech. Zur Abfuhr von abrasiven Produkten setzen wir spezielle Gleitplatten ein, zum Beispiel aus Manganstahl. Diese sind stabiler und verschleißen noch weniger.“

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Erik Nabben ist Sales Manager Handling bei Goudsmit Magnetic Systems B.V. und berät Unternehmen bei Lösungen zum internen Bewegen oder zeitweiligen Befestigen von Stahlprodukten oder -materialien.